Klimawandel in Südwestfalen

A46 gießt zusätzlich Öl ins Feuer

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Was wir alles längst gespürt haben, ist jetzt für Südwestfalen bestätigt: Der Klimawandel ist da. Nach einem aktuellen Beitrag des Landesamtes für Natur,
Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen ist die durchschnittliche Temperatur im Märkischen Kreis in den letzten Jahrzehnten um 0,7 Grad gestiegen. Die Zahl der Sommertage mit Temperaturen über 25 Grad steigt, auch die 30-Grad-Marke wird häufiger geknackt. Tage mit Eis und Schnee wurden seltener. Die Gefahr von Überschwemmungen und Erdrutschen durch Starkregen nimmt zu. Sollte nicht schnellstens gegengesteuert werden, gehen die Klimamodelle bis zur Mitte des Jahrhunderts von einem weiteren Anstieg der jährlichen Durchschnittstemperaturen um +0,7 bis +1,8 Grad Celsius aus.

„In dieser Situation zwischen Hemer, Menden, Wickede und Arnsberg mit der A46 noch eine neue Autobahn zu bauen ist so, als wenn man in ein offenes und kaum
noch zu kontrollierendes Feuer zusätzlich Öl gießt“, so die Sprecher der Gruppeninitiative gegen den Bau der A46, Stefan Neuhaus und Lothar
Kemmerzell. „Denn der geplante Bau wird den Klimawandel zusätzlich verschärfen. Die Autobahn wird zu einer Erhöhung der Kohlendioxid-Belastungen von ca. 10.000
Tonnen jährlich führen. Dazu kommen die Zerschneidung und Zerstörung unserer Wälder in der Region, die momentan noch als natürliche Klimaanlage wirken und
CO2 speichern. Solange bei dem laufenden Pseudo-Beteiligungsverfahren zur A46 nicht über grundsätzliche Alternativen zur Autobahn geredet wird, ist das Ganze ein
Beteiligungsverfahren am Klimawandel.“
Insbesondere im Straßenverkehr sinken die Belastungen durch klimaschädliche Kohlendioxide nicht, sondern nehmen bundesweit sogar zu. Laut Landesamt für
Natur, Umwelt und Verbraucherschutz liegen die Treibhausgasemissionen je Einwohner*in im Märkischen Kreis im Bereich Verkehr in etwa auf dem gleichen
hohen Niveau wie in ganz NRW oder im Bund.

„In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der zugelassenen PKW bundesweit von 41,7 auf 47 Millionen gestiegen. Die Folgen dieses Wahnsinns erleben wir alle täglich.
Wer zusätzlich noch immer neue Straßen und Autobahnen sät, wird noch weiteren Verkehr und Belastungen ernten. Es muss stattdessen darum gehen, den
Autoverkehr nachhaltig zu reduzieren und Mobilitäts-Alterativen zu schaffen. Immer mehr Menschen, gerade auch viele jüngere, fordern deshalb zu Recht eine andere,
klimagerechte Umwelt-, Energie- und Verkehrspolitik. Der Bau einer neuen Autobahn ist genau das Gegenteil davon“, so Stefan Neuhaus und Lothar Kemmerzell.
Die GigA wird auch 2020 insbesondere vor dem Hintergrund der anstehenden Kommunalwahl die guten Gründe für eine Region ohne Autobahn mit verschiedenen
Aktionen deutlich machen und auf die Erarbeitung von Alternativen drängen machen.


Für Rückfragen steht Ihnen Stefan Neuhaus unter der Rufnummer 0152-36968965 zur Verfügung.

 

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