A46: Wirtschaftlicher Nutzen ist ein Märchen

Stellungnahme zur Serie der WP/WR vom 26. März

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Zu den Äußerungen hinsichtlich eines wirtschaftlichen Nutzens des Baus der A46 erklären die Sprecher der Gruppeninitiative gegen den Bau der A46 – Für eine Region ohne Autobahn (GigA46), Stefan Neuhaus und Lothar Kemmerzell:

Seit 50 Jahren erzählen Unternehmens- und Wirtschaftsverbände die Geschichte von der wirtschaftlichen Notwendigkeit des Baus der A46 zwischen Hemer, Menden, Wickede(Ruhr) und Arnsberg. Das war und ist ein Märchen. Denn die Realität hat längst das Gegenteil bewiesen.

Viele der heimischen Unternehmen haben in den letzten Jahren hohe Umsätze und Gewinne verbuchen können. In vielen Unternehmen wurde investiert, zusätzliche Arbeitsplätze konnten geschaffen werden. Die Zahl der arbeitslosen Menschen in der Region ist inzwischen seit mehreren Jahren auf einem historischen Tiefstand. Und das alles ohne eine neue Autobahn A46. Sie wurde offensichtlich dafür nicht gebraucht.

Auch im Speditions- und Transportwesen gibt es eine wachsende Zahl von Menschen, die den Bau der A46 kritisch sehen. So gehörten zu den Erstunterzeichnern der MENDENER ERKLÄRUNG, mit der sich über 2000 Menschen gegen die aktuellen Autobahnplanungen ausgesprochen haben, auch der ehemalige Leiter von DHL in Menden sowie ein Unternehmer eines Kurier- und Fahrdienstes.

Ob es bei einem Bau der Autobahn überhaupt zu großen Zeitersparnissen kommen würde, ist mehr als fraglich. Denn mit neuen Straßen steigt nachweislich auch das Verkehrsaufkommen weiter an. Dabei müsste es eigentlich vor dem Hintergrund des trotz Corona nicht verschwundenen Klimawandels sinken. Die Wirtschaftsverbände wären deshalb gut beraten, ihre ideologische A46-Position endlich zu beerdigen und pragmatisch nach ökologischeren, günstigeren und vor allem konsensfähigen Lösungen zu suchen. Damit das Märchen vom Nutzen der Autobahn endlich mit "Es war einmal...." beginnt.“

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